Atem-Übungen

Wenn wir atmen benutzen wir verschiedene Muskelgruppen dazu. Die Zwischenrippenmuskulatur, die den Brustkorb hebt und senkt. Die Atemunterstützungsmuskulatur, den Schulter- und Nackenmuskeln. Dies sind die Muskeln, die wir auch verwenden, wenn wir nach schwerer Arbeit (z.B. auch starkes Joggen) "außer Atem" sind und uns (instinktiv) mit den Armen aufstützen, die Schultern dadurch nach oben ziehen, um so das Volumen im Brustkorb zu vergrößern.

Einen Muskelbereich vernachlässigen viel Menschen jedoch. Das Zwerchfell, d.h. die "Bauchatmung". Das Zwerchfell ist ein Muskel, der sich zwischen Brustraum und Bauchraum befindet und diese beiden Bereiche quasi trennt. Zieht sich dieser Muskel zusammen, so vergrößert sich das Brustvolumen, wir atmen ein. Gleichzeitig wird der Bauchraum verringert, der Bauch wölbt sich nach außen. Dieses Hinauswölben und Zurückziehen des Bauches beim Ein- und Ausatmen nennt man deshalb "Bauchatmung", auch wenn nicht wirklich der Bauch atmet.

Diese Form der Atmung ist nicht nur energieschonender für den Körper, er massiert auch die Bauchorgane, die dadurch besser durchblutet werden. Hinzu kommt, dass durch das Hinzunehmen des Bauches beim Atmen, wir ein größeres Atemvolumen erreichen können bzw. das für uns normale Atemvolumen auf eine leichtere Art erreichen. Ein positive "Nebenwirkung" ist, dass durch diese Bauchatmung eine Stressreduktion erreicht werden kann. Durch häufiges Üben dieser Atemform geht unser Atem mit der Zeit mehr auf diese Art der Atmung über. Wir atmen mehr mit dem Bauch. Dies ist eine gute Möglichkeit vorbeugend sich zu verhalten, um auf Stresssituationen mit einer verringerten körperlichen Stressreaktion zu antworten.

Die folgenden Übungen dienen dazu, sich des Atems und des Atmens bewusster zu werden, und auch die Bauchatmung zu verstärken.

Neuen Kommentar schreiben