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Erinnern Sie sich? - Zeit für eine Inventur

Heute vor einem Jahr, erinnern Sie sich noch, wo Sie da standen?
Letztes Jahr um diese Zeit lag ich wohl auf der Couch und erholte mich von Sylvester. Aber, das ist nicht die Art von "Stand", die ich meine.

Genießen Sie heute mehr Vertrauen als letztes Jahr? Sind Sie qualifizierter? Haben Sie Erfahrungen gemacht, die Ihnen Ihr Leben erleichtern oder genussvoller machen? Sind Sie heute mehr mit Menschen verbunden, die Ihre Arbeit wertschätzen? Wie viele Menschen würden Ihre Arbeit vermissen, wenn Sie aufhören würden?

Vorsätze an Sylvester funktionieren nur selten, da gute Absichten eine Kollision mit der Realität oft nicht überleben. Aber eine "Inventur" ist ein hilfreiches Werkzeug, ein Weg um auf dem Laufenden zu bleiben mit dem, was Sie in Ihrem Leben aufbauen.

Intelligentes Versagen in einer sich schnell ändernden Welt

http://www.ted.com/talks/eddie_obeng_smart_failure_for_a_fast_changing_w...

Ein sehr interessanter Vortrag über die notwendige Änderung der Vorgehens- und Denkweise in unserer modernen Welt, wenn es um die Umsetzung geht von neuen Projekten/Ideen.

Im Open-Source Bereich kenne ich den Auspruch "Release early, release often". Neue Ideen ausprobieren, veröffentlichen. Funktioniert es oder geht es schief? Je früher man dies weiß, um so besser. Und die "Global Community" prüft unsere Idee und gibt Feedback, wir verbessern, machen es anders, veröffentlichen, unsere Idee wird geprüft, ... und so entwickelt sich Neues in einem rasanten Tempo.

Eddie Obeng spricht über die Gründe, warum es heute anders ist als früher. Warum es heute nicht mehr vorteilhaft ist, erstmal zu warten bis das Projekt weit fortgeschritten ist oder vollständig ist, bis man es veröffentlicht. Die Welt ändert sich schnell, schneller als früher. Laut Eddie Obeng müssen wir uns anpassen, uns ändern, und das schnell. 

"Perspektive ist alles"

Auf TED.com gibt es einen interessanten Vortrag über die Wichtigkeit des Einflusses der Perspektive auf die Wahrnehmung der Dinge um uns herum.

Wir vergessen oft:

  • die Dinge sind nicht so, wie sie sind, sondern sie sind so, wie wir meinen, dass sie sind
  • die Dinge nehmen wir abhängig vom Kontext unterschiedlich wahr
  • die Dinge erscheinen uns immer wieder anders, je nachdem womit wir sie vergleichen
  • wir sehen psychologische Aspekte als weniger wichtig an als alles andere
  • psychologische Aspekte haben oft die größere Wirkung

Rory Sutherland gibt hierzu verschiedene Beispiele und weitere amüsante Denkanstöße:

z.B. der Wunsch eines Restaurants, dass den Gästen das Restaurant besser gefällt (und sie es dadurch weiter empfehlen und wiederkommen). Dieses Ziel lässt sich natürlich dadurch erreichen, dass das Essen besser schmeckt, durch andere Zutaten oder durch Einstellen eines neuen Kochs. Nur, wenn der Boden des  Restaurants schmutzig ist, dort Essensreste rumliegen, ist der Einfluss des Bodensäuberns auf die Meinung der Gäste, weitaus größer, als die Verbesserung des Essens.

Es geht ihm um die Verbindung von technischen, ökonomischen und psychologischen Aspekten. Und das nur die passende Verbindung aller drei den größten Effekt hat. Ich denke da auch an Apple und dessen Produkte. Es ist für mich ein starker Unterschied, je  nachdem ob ich an meinem Windowsrechner sitze (der bei mir mittlerweile nur noch Druckerspooler ist ;-) oder ob ich, wie jetzt, mit meinem Mac arbeite.

Schon Epiktet sah unsere subjektive Wahrnehmung als wichtigsten Einfluss auf unsere Bewertung von etwas:

Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen

Wie wir durch Hirnstimulation ein "anderer Mensch" werden könnten

Habe vor kurzem "The Mentalist" im Fernsehen geschaut, wobei in dieser Folge Wissenschaftler daran arbeiteten über Hirnstimulation die moralische Haltung des Probanden zu variieren. Pure Fiktion.

Wirklich?

Gerade eben schaute ich mir auf Ted.com den Beitrag v. Rebecca Saxe an, wo sie gegen Ende ihres Vortrages über die Stimulation einer bestimmten Region des Gehirns spricht. Zwar ging es bei ihrer Untersuchung um die "Änderung der Einschätzung der moralischen Haltung eines anderen", aber es kommt im Endeffekt auf das gleiche heraus: Durch Stimulation bestimmter Hirnregionen kann die (moralische) Einstellung eines Menschen variiert werden.

www.ted.com

Sensing the motives and feelings of others is a natural talent for humans. But how do we do it? Here, Rebecca Saxe shares fascinating lab work that uncovers how the brain thinks about other peoples' thoughts -- and judges their actions.

Kreatives Schreiben und Entspannung

Ich fand heute einen Artikel zum Thema kreatives Schreiben und Yoga. Interessante Kombination, Yoga und Schreiben.

Auch wenn ich weiß, dass Yoga eine effektive Möglichkeit der Entspannung ist, bin ich persönlich eher ein Freund anderer Möglichkeiten zur Entspannung. Das Schreiben geht um einiges leichter von der Hand, wenn ich entspannt bin. Der Zugang zu der eigenen inneren Welt, d.h. ganz bei sich zu sein, ist wichtig für kreatives Schreiben.

Wenn ich mal zu weit "draußen" bin, dann komme ich durch die Übung der Inneren Achtsamkeit wieder nach "innen". Wenn ich aber neue Themen oder Ideen finden möchte, setze oder lege ich mich hin, stelle mir eine Frage, etwa "Was ist ein gutes Thema, welches ich verwenden kann?" und lasse mich durch Atem-Entspannung auf das ein, was aus den Tiefen meines Bewusstseins herauf kommt.

Wie bei vielen Bereichen des Lebens, so sollte auch bei Entspannung, jeder das nehmen, was ihm liegt. Bei meinen Klienten hatte bisher jeder unterschiedlich auf die von mir vermittelten Entspannungsverfahren reagiert, sei es Autogenes-Training, Progressive-Muskel-Entspannung oder Atem-Entspannung. Wem Yoga liegt, und er/sie entsprechende Übungen gut in seinen/ihren Alltag integrieren kann, sollte sich freuen, eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Körper und Geist zu beruhigen und in Einklang zu bringen. Viele lehnen Entspannungs- und Meditationsübungen ab, halten sie für unnötig, ohne sie wirklich ausprobiert zu haben.

Die positiven Effekte des Yoga habe ich vor kurzem noch erfahren können, im Flow-Institut (Institut für Yoga, Ayurveda und Tanz) einer Freundin von mir. Am selben Abend ging ich noch Tanzen (Argent. Tango), und mein Körper, wie auch mein Geist waren beweglicher. Ich kann nur empfehlen, Methoden der Entspannung auszuprobieren. Nicht nur um leichter Schreiben zu können. Der positive Effekt auf weitere private sowie berufliche Bereiche ist enorm. Wer möchte nicht in der heutigen Zeit ruhiger und gelassener bei der Arbeit und auch im privaten Alltag entspannter sein?

Als analoges Beispiel die Geschichte des Holzfällers:

Ein Holzfäller war fleißg bei der Arbeit, seine Axt schlug schon seit geraumer Zeit in die Bäume,
und er hatte auch schon einige gefällt. Jedoch ging die Arbeit immer langsamer voran.
Einem Passanten fiel dies auf, und er riet dem Holzfäller, seine Axt doch mal zu schärfen,
da dann doch das Fällen wieder schneller und leichter von der Hand ginge.
Doch der Holzfäller erwiderte "Keine Zeit!"

Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen, um die eigene "Axt" zu "schärfen". Probieren Sie es einfach mal aus.

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