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Second nature by a conscious approach

Gespeichert von Arne Tietz am/um Di, 03/07/2012 - 20:32

Every one wants to do things the easy way, without any efforts like a second nature. This happens when your subconscious mind knows how to do it in the right way. But to train your subconscious mind you have to it with your conscious mind. Use it to plan, structure, organize, set goals, think about the "Why", visualising about the "What it might be" or "How it should be".

It's like tangodancing, learning something new, e.g. a new sequence. It's hard for me to get it in the beginning, it's hard to dance it, it's hard to understand it. But when I tried a lot, consciously, asking the teachers about the nuts and bolts of it, than after a period of time my body gets it. And that means that my subconscious mind got it. And THAN the learned steps are coming just so with no effort, cause I trained my subsconscious mind.

I know a lot of people who tried it in a subconscious way. Just doing it - without thinking - hoping that they will get it on the way. But when you do something the wrong way again and again you will make it evtl. perfect, but the wrong way. In my tangoclasses are often people who dance for a long period of time and arguing about what I try to teach them. They say "I've done it different and it works", yes it works but it doesn't fit to the music or works just with the dancers they exercised it with. And so they have to learn it bit for bit again, consciously. And than it fits to the music, works fluend with any dancer and is done in a smooth and easy way, without the efforts before.

Sometimes you first need to make it hard for yourself to make it easier for yourself.

"Perspektive ist alles"

Gespeichert von Arne Tietz am/um Sa, 05/05/2012 - 14:52

Auf TED.com gibt es einen interessanten Vortrag über die Wichtigkeit des Einflusses der Perspektive auf die Wahrnehmung der Dinge um uns herum.

Wir vergessen oft:

  • die Dinge sind nicht so, wie sie sind, sondern sie sind so, wie wir meinen, dass sie sind
  • die Dinge nehmen wir abhängig vom Kontext unterschiedlich wahr
  • die Dinge erscheinen uns immer wieder anders, je nachdem womit wir sie vergleichen
  • wir sehen psychologische Aspekte als weniger wichtig an als alles andere
  • psychologische Aspekte haben oft die größere Wirkung

Rory Sutherland gibt hierzu verschiedene Beispiele und weitere amüsante Denkanstöße:

z.B. der Wunsch eines Restaurants, dass den Gästen das Restaurant besser gefällt (und sie es dadurch weiter empfehlen und wiederkommen). Dieses Ziel lässt sich natürlich dadurch erreichen, dass das Essen besser schmeckt, durch andere Zutaten oder durch Einstellen eines neuen Kochs. Nur, wenn der Boden des  Restaurants schmutzig ist, dort Essensreste rumliegen, ist der Einfluss des Bodensäuberns auf die Meinung der Gäste, weitaus größer, als die Verbesserung des Essens.

Es geht ihm um die Verbindung von technischen, ökonomischen und psychologischen Aspekten. Und das nur die passende Verbindung aller drei den größten Effekt hat. Ich denke da auch an Apple und dessen Produkte. Es ist für mich ein starker Unterschied, je  nachdem ob ich an meinem Windowsrechner sitze (der bei mir mittlerweile nur noch Druckerspooler ist ;-) oder ob ich, wie jetzt, mit meinem Mac arbeite.

Schon Epiktet sah unsere subjektive Wahrnehmung als wichtigsten Einfluss auf unsere Bewertung von etwas:

Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen

Verstehen wollen und verstanden werden wollen

Gespeichert von Arne Tietz am/um Sa, 28/04/2012 - 17:04

Wie oft haben Sie schon erlebt, dass bei Gesprächen sich die Partner ständig unterbrechen, abwiegeln, die Augen rollen, ... die eigene Meinung vehement, kämpferisch verteidigen? Und manchmal hat man nicht nur das Gefühl, dass eine Person nicht verstehen will, sondern auch den Eindruck, dass die andere Person nicht verstanden werden will, über-reden will statt zu überzeugen. Es ist als würden 2 Menschen auf verschiedenen Inseln sitzen und jeder sagt zum anderen "Meine Insel ist viel besser und schöner als deine, also hör auf mir über deine Insel zu erzählen". Beide sehen nur ihre eigene Insel. Und wenn einer auf die Idee kommt den anderen einzuladen, sich die eigene Insel anzuschauen um ihn dadurch zu überzeugen? Der Eingeladene sagt "Wieso das? Paddel du doch rüber und schau meine Insel an, denn meine ist besser, schöner". Warum bauen die beiden nicht eine Brücke und schauen sich gemeinsam, in Ruhe, alle Inseln an? 

Eine Brücke bauen

Wie könnte diese Brücke aussehen? Und wie gehen beide mit dieser um?

Es gibt eine schöne Form des Konflikt-Gesprächs, das Zwiegespräch, bei dem es nicht darum geht den Konflikt zu gewinnen, sondern ihn zu lösen. Es beginnt mit dem schwierigsten Schritt: Einer muss aus dem bisherigen Hin- und Her-Argumentieren aussteigen und den anderen dazu einladen, sich gemeinsam um eine Lösung zu bemühen (sich beide "Inseln" anzuschauen). Dies gelingt oft eher der Person, die noch nicht so sehr auf Ärger, auf Kampf umgeschaltet hat. Diese Person beginnt damit, sich die Sicht des anderen anzuschauen.

Zwiegespräch

Es gibt Person a und Person b. Person a erzählt und Person b hört zu (nach 10 Minuten wird gewechselt, aber einer muss ja anfangen). Person a erzählt also ihre Sicht. Was ihr gefällt, was nicht, was sie gerne hätte oder nicht hätte. Also ihre Wünsche, Hoffnungen und auch Befürchtungen bzgl. des Themas, welches besprochen werden soll.
Person b hat die Aufgabe des Zuhörers. Des aktiven Zuhöres. Was ist mit "aktiv" gemeint? Es geht darum zuzuhören und nachzufragen, um das Gesagte zu verstehen. Dies dient der Vermeidung des Sender-Empfänger-Problems.

Sender-Empfänger-Problem

Wenn jemand etwas sagt ("Sender"), hat er zuerst eine Idee dessen, was er sagen möchte, und es tauchen Gedanken dazu auf. Diese Wolke an Ideen und Gedanken muss er nun in eine seqentielle Reihenfolge (Sätze) bringen, in eine Struktur. An dieser sich dann entlanghangeln und nacheinander Worte von sich geben, um seine Idee zu "senden". Wobei beim Reden neue Ideen und Gedanken auftauchen, die dann ad hoc in den "Signal"-Fluss an Worten eingeflochten werden muss. Der Zuhörer ("Empfänger") hat nun die Aufgabe, diese nacheinander eintreffenden Worte zu Sätzen zu verbinden (dabei muss er auf ein Punkt, Komma oder anderes Ende-"Signal" achten). Aus diesen Sätzen formt er dann Bedeutungen, es entstehen Gedanken und daraus dann die Idee, die der "Sender" in seinem Kopf haben könnte. Es ist also viel Kodier- und Dekodierarbeit zu leisten. Und dabei kann einiges schief gehen. Hinzu kommen dann noch Wortmelodie, Tonfall, Mimik, Gestik, die zusätzlich Informationen liefern (können). Und so kann es leicht passieren, dass das, was der Sender "rüber bringen" wollte, nicht so ankommt wie er es meinte. Im Bereich der Technik nutzt man Methoden um sicher zu stellen, dass Sendung und Empfang gleich sind, z.B. durch zusätzliche Signale oder durch Zurückschicken der Information.

Klarheit in der Kommunikation

In der menschlichen Kommunikation geht dies ähnlich. Während Person a redet, hört Person b aufmerksam zu und versucht Person a zu verstehen. Die Haltung, die Person b einnimmt ist etwa die eines Forschers, der ein neu entdecktes Volk kennen lernen möchte. "Wie denken die?", "Was könnte er/sie mit ... gemeint haben?", "Was bedeutet ...?". Person b wertet nicht, verdreht auch nicht die Augen oder seufzt. Person a versucht dabei, sich verständlich zu machen. Das Ziel ist, dass Person b die Sichtweise von Person a klar ist. Nach 10 Minuten wird gewechselt, und nun redet Person b und Person a hört zu.

Um das Verstandenwerden zu erleichtern, arbeiten beide Personen zusammen. Die zuhörende Person fragt nach, wenn sie etwas nicht verstanden hat, bzw. gibt zu verstehen das und was sie verstanden hat, z.B. durch "Sehe ich das richtig, dass du ... meinst?", "Bei mir kommt an, dass wenn ... geschieht, du es als ... aufnimmst und dich ... fühlst dadurch. Hab ich dich da richtig verstanden?". Die redende Person achtet darauf, ob und was die zuhörende verstanden hat und erzählt etwas nochmal, aber anders, wenn die Information nicht so ankam wie die redende Person es sich wünschte.

Die innere Haltung der Personen ist "Ich möchte, dass du mich verstehst" (Redner) und "Ich möchte dich verstehen" (Zuhörer).

Die Rede/Zuhör-Zeit auf 10 Minuten zu setzen, führt dazu, dass der Redende in Ruhe erzählen kann. Und durch die Festlegung wer redet und wer spricht, kann der Zuhörende auch mal ganz beim Redner sein. Er weiß ja, dass er danach die Möglichkeit hat 10 Minuten in  Ruhe seine Sicht der Dinge zu erzählen. Wobei die 10 Minuten nur eine Richtgröße sind. Wenn jemand früher fertig ist, kann er an den anderen abgeben. Nach dem Wechsel erzählt nun Person b ihre Sicht, aber ohne das Gesagte von Person a zu diskutieren, zu bewerten, ... Es geht auch jetzt nur um die Sicht einer Person, die, die nun redet, Person b.

Diese Form des Gesprächs kann auch dazu führen, dass den beiden klar wird, worum es wirklich geht. Denn, dass Gefühl, reden zu können ohne unterbrochen zu werden und das der andere zuhört, erleichtert es einem auch die Dinge anzusprechen, die sonst (aus Angst?) unausgesprochen blieben. Man streitet über den Müll, der nicht runtergebracht wurde, aber hinter diesem Thema steckt eventuell, dass ein Partner das Gefühl hat, nicht seinen Erwartungen entsprechend behandelt zu werden, im Haushalt, in einem anderen Bereich oder im Allgemeinen. Der nicht herunter gebrachte Mülleimer wäre dann nur ein "Symptom", aber nicht das eigentliche Problem. 

"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier", sagt man. Wir verfallen mit der Zeit in eine alltägliche Routine und vielleicht reden wir dann zu selten über das "Ich", "Du" und "Wir". Durch ein offenes Gespräch, wo jeder in Ruhe sagen darf, was er will und ihm zugehört wird, können bisher unausgesprochene - vielleicht auch unbewusste - Bedürfnisse sich offenbaren.

Wochen-Ritual

Warum warten bis ein Konflikt entsteht? Wie wäre es mit der gemeinsamen Regelung, dass z.B. Freitags sich 20 Minuten Zeit genommen wird und jeder 10 Minuten erzählt, was er/sie in der Woche  erlebt hat, was ihr/ihm durch den Kopf geht. Vielleicht auch einfach nur erzählen, ohne das danach darüber diskutiert wird oder Probleme gelöst werden sollen. Um sich dem anderen mitzuteilen, damit der andere am eigenen (inneren) Leben teilhaben kann. Von der Woche zu erzählen, den Erlebnissen, seinen Gedanken dazu und den Gefühlen. Dies gibt Verbundenheit und kann auch helfen, sich selber klarer über das Erlebte zu werden. Und man kann so die Woche ablegen und das Wochenende genießen. Diskutieren, gemeinsam Lösungen erarbeiten, kann man ja später immer noch, wenn man es dann noch für notwendig hält.

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